Ist Salz gleich Salz?

Vor einiger Zeit diskutierte ich mit einem Naturwissenschaftler die Frage, ob Salze unterschiedlich schmecken können. Ich hatte ihm von meiner neuesten Entdeckungen in einem Shop für Bio-Gewürze, z.B. Meersalz aus Zypern berichtet.
Angestiftet durch die Diskussion beschäftigte ich mich  mit den Inhaltsstoffen der Salze. Dabei stellte ich fest, dass Meersalz 95% Natriumchlorid enthält und damit zirka 5% weniger als Steinsalz. Hierin liegt wohl der geschmackliche Unterschied zum herkömmlichen Salz. Es erscheint damit weicher und weniger salzig. Neben dem Natrium enthält Meersalz auch bis zu 80 weitere Spurenelemente und Mineralien wie Kalium, Magnesium und Calcium. Gerade das Meersalz aus Zypern weist hohen Gehalt aus Sodium, Jod, Magnesium und Kalzium auf. Dieses Salz schöpfen die Salzbauern von der Meeresoberfläche von Hand ab und lassen es in der Sonne trocknen.

Eine unkonventionelle Möglichkeit der Salzgewinnung lernte ich auf einer griechischen Insel kennen. Dort kratzen die Fischer das Salz einfach von den Felsen ab und verwenden es selbst in der Küche. Ein Päckchen durfte ich mit nach Hause nehmen. Beim Vergleich zwischen den zahlreichen Meersalzen die ich aus Zypern oder auch aus Sizilien verwende, schnitt die griechische Variante nicht schlecht ab. Ästhetisch gab es jedoch ein paar Minuspunkte. Das Auge isst ja bekanntlich auch mit.

Gewürz-Giftcocktail im Gulasch?

oder doch lieber Bio Gewürze?

Hm, da war doch was. Vor einigen Jahren gab es einen großen Skandal, weil in einigen Gewürzen und Kräutern eine sehr hohe Belastung an Pesttiziden gefunden wurde. Über ein Viertel der Gewürze aus konventionellem Anbau wurden von Greenpeace als “nicht empfehlenswert” eingestuft. Es wurden sogar Überschreitungen der gesetzlich festgelegten Grenzwerte gemessen. Besonders stark belastet waren Paprika, Currymischungen und Petersilie. Die letzten Meldungen sind ca. 2 Jahre alt, es wäre schön zu wissen, was sich getan hat. Real hat damals die getrocknete Giftpetersilie aus dem Sortiment genommen, aber sonst? Ein Blick auf die Greenpeace Homepage bringt uns nicht weiter. Keinerlei Infos zu dem Thema.

Es empfiehlt sich aus meiner Sicht, weiterhin auf Bio Gewürze zurückzugreifen. Nicht nur wegen des besseren Aromas, sondern auch weil die Gefahr mit Pestiziden vergiftet zu werden, fast ausgeschlossen ist. Damals wurden in einem sehr geringen Anteil der Bio Gewürze Rückstände von Pestiziden gefunden. Und: Sie schmecken einfach besser, die Bio Gewürze!

 

 

Da sagen die Griechen nicht nein! Linseneintopf auf Griechisch.

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Biogewürze – griechische Rezepte – So enstehen Sagen

Für diesen köstlichen Eintopf ( für 2 Personen )

  • 1 Zwiebel schälen und würfeln.
  • 1-2 Knoblauchzehen schälen und in dünne Scheiben schneiden. Beides in Olivenöl 5 Minuten anbraten. 
  • 1 Lorbeerblatt, 175 g grüne Puy Linsen, 1 Dose Pizzatomaten dazugeben und mit  550 ml Gemüsebrühe aufgießen. Einmal aufkochen und dann mit geschlossenem Deckel ca. 30 Minuten köcheln lassen. Ab und zu umrühren.
  • Mit den Biogewürzen Meersalz  und schwarzem Pfeffer kräftig würzen. Mit getrocknetem Thymian verfeinern und einem Klecks griechischen Jogurt on Top servieren.

Dieser Eintopf schmeckt herrlich fruchtig und ist zu jeder Jahreszeit ein Genuss. Und ist dabei noch schnell und leicht zuzubereiten.

 

 

“Hochzeit auf italienisch” Basilikum und Tomaten sind ein perfektes Paar.

Risotto für Verliebte und Andere:

1 Brühe in einem Topf erhitzen und heiß halten. Butter und 1 EL Bio-Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen. Schalotten und Knoblauch schälen, fein hacken und darin andünsten.

2 Reis zufügen und mit einem Kochlöffel ca. 1 Minute rühren, bis die Körner mit Fett überzogen sind und glänzen. Wein zufügen und rühren, bis er ganz aufgesogen ist.

3 Eine Kelle heiße Brühe zugießen und köcheln, bis alles aufgesogen ist. Nach und nach die übrige Brühe (bis auf 1 Kelle) auf die gleiche Weise zufügen. Alles offen ca. 12 Minuten köcheln.

4 Tomaten waschen, entkernen und würfeln. Zufügen und alles offen ca. 15 Minuten weiterköcheln, bis alle Flüssigkeit aufgesogen und der Reis weich, aber noch bissfest (al dente) ist.

5 Parmesan reiben. Basilikum waschen, gut trockenschütteln. Blättchen abzupfen, dabei evtl. etwas zerkleinern. Käse, Basilikum und übrige Brühe unterrühren. Abschmecken und zugedeckt 2 Minuten ziehen lassen.

6 Risotto in vorgewärmte Schalen füllen und sofort servieren. Buon appetito!

  • 1 l Gemüsebrühe
  • 50 g Butter
  • 1 EL Bio-Olivenöl
  • 8 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 250 Risotto-Reis
  • 7-8 EL Weißwein
  • 8 mittelgroße feste Tomaten
  • 100 g Parmesan (Stück)
  • Basilikum
  • Meersalz, schwarzer Pfeffer

 

 

Herbaria rockt die Gewürzregale

Herbaria hat mit der Bio-Feinschmecker Serie längst alle Gewürzregale der Biofans erobert. Die Auswahl ist riesengroß, ich fange mal mit den weniger exotischen Gewürzmischungen an. Gestern gab es ein leckeres Ratatouille mit einer mediterranen Bio-Gewürzmischung:

Paprika, Zwiebeln, Zucchini und Auberginen klein würfeln und einzeln in der Pfanne in Olivenöl anbraten. Dann alle Zutaten mischen und gewürfelte Tomaten hinzugeben. Mit Duft der Macchia, Salz und Pfeffer abschmecken. Soweit der Klassiker. Am Ende gebe ich gerne noch ein paar Zedernüsse und etwas Ziegenkäse dazu und stelle es 5 Minuten in den Ofen bei hoher Oberhitze.

Ratatouille heißt übrigens soviel wie “Reste-Fraß” , weil es ursprünglich ein Arme-Leute-Essen war, das aus Gemüseresten gekocht wurde. Für uns ist es heute zum Glück eine sehr beliebte Gemüsebeilage. Für mich in der obigen Variante ein wunderbares Hauptgericht. Dank Herbaria jetzt noch ein bißchen leckerer.

 

Garfield und die Lasagne

Garfield, der fette Frechdachs, macht eine Lasagne. Und zwar so:

für die Bolognese:

1 Zwiebel
1 Möhre
1 Stück Sellerie
1 ELTomatenmark
3 EL Bio-Olivenöl zum Braten
400 g Hackfleisch (Rind)
800 g stückige Tomaten (Dose)
1 Prise Oregano
Salz
Pfeffer
Zucker
für die Bechamel:
1/2 l Milch
50 g Butter
2 EL Mehl,
100 g Parmesan gerieben
350 g Lasagneblätter (ohne Vorkochen)
Zwiebel, Knoblauch fein würfeln. Möhre und Sellerie fein reiben. Öl erhitzen, Hackfleisch und Zwiebeln zuerst anbraten, ein wenig Tomatenmark dazu und leicht rösten. Dann das Gemüse dazugeben. Mit Tomaten und Oregano zugedeckt 30 Min. einkochen lassen, gelegentlich umrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Butter im Topf erhitzen und Mehl dazugeben. Kurz anschwitzen. Die Milch in kleinen Portionen dazugeben und kräftig rühren. Wenn die Sauce eine sämige Konsistenz hat, den geriebenen Parmesan dazugeben.
In eine gebutterte, feuerfeste Form etwas Bolognese geben, darauf Nudeln und dann wieder Bolognese. Nun eine Schicht Bechamel. Dann wieder Nudeln, Bolognese und Bechamel. Nun noch ein paar Butterflocken und geriebenen Parmesan darüber geben.
Im Backofen bei ca. 200 Grad backen.
Wetten, daß Garfield nichts abgibt!

Oregano – Schmuck der Berge?

Leider ist der Oregano, den es hierzulande in Gewürzregalen zu kaufen gibt, oft nur ein recht lebloses Kraut, welches sein Aroma weitgehend ausgehaucht hat. Vorbei die glanzvollen Zeiten als “Schmuck der Berge”. Denn das bedeutet der Name “Oregano”.

Leider gilt das auch oft für Oregano in Bio-Qualität. Einzig wahre Oreganofreuden habe ich erlebt mit selbst gesammelten Kräutern in den Bergen von Karpathos. Die wurden auf Schnüren zum Trocken liebevoll um das Appartement herumdrapiert. Ein paar Tage später hieß es dann, geduldig die kleinen Blättchen abrebeln, knippeln oder fummeln; jeder auf seine Art. Das Ergebnis ist eine geradezu aromatische Offenbarung! Nach dem Urlaub verfalle ich vorübergehend einem leichten Oreganorausch und koche überwiegend Gerichte, die zu Oregano passen. Sehr schnell ist mein Vorrat aufgebraucht und es kommt die schlimme “Nach-dem-Karpathos-Oregano” Phase mit wehmütigen Erinnerungen und Auswanderungsphantasien.

Das ist jetzt vorbei! Die Firma Viani hat einen Bio-Oregano aus den Bergen Siziliens auf den Markt gebracht, der meinem heißgeliebten griechischen Oregano das Wasser reichen kann. Es handelt sich um Zweige, die in einem Cellophanbeutel verpackt sind. Das ist für die Aufbewahrung im Gewürzregal wirklich unpraktisch. Man sollte sich einmal die Mühe machen und die Blättchen gleich abrebeln, knippeln oder fummeln. Das weckt bei mir wunderbare Urlaubserinnerungen und die Belohnung ist riesengroß!